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Auflösung im 3D-Druck – was ist das eigentlich?

Im Umgang mit der Additiven Fertigung fallen oft Schlagworte, bei denen man manchmal gar nicht so genau weiß, was sich dahinter verbirgt. Wir möchten in der nächsten Zeit mit den Mythen aufräumen und Ihnen ein paar Vokabeln erklären. Das ABC beginnt heute mit A wie Auflösung (Resolution) am Beispiel des Harzdrucks.



„Das ist die beste Auflösung!“

Diese oder ähnliche Aussagen haben Sie vielleicht schon von einem Maschinenhersteller oder 3D-Druck-Dienstleister gehört. Doch was heißt das überhaupt? Hinter dem Begriff stecken tatsächlich zwei unterschiedliche Faktoren:


1. Die z-Auflösung: Additive Fertigung umfasst die schichtweise Generierung von Bauteilen. Betrachten Sie Ihr Modell in einem kartesischen Koordinatensystem, steht das „z“ für die vertikale Achse. Hinter der z- oder auch Schichtauflösung verbirgt sich die kleinstmögliche Schichtdicke. Je feiner diese ist, desto ebener wirken die Oberflächen Ihres Werkstücks – insbesondere bei gekrümmten Geometrien.


2. Die xy-Auflösung: Hier wird die horizontale Ebene betrachtet. Die xy-Auflösung ergibt sich in den projektor- oder displaybasierten Verfahren wie Digital Light Processing (DLP), Masked Stereolithography (MSLA) und Continuous Liquid Interface Production (CLIP) aus der Pixelgröße des Projektors oder Maskenelements. In der laserstrahlbasierten Stereolithografie (SLA) resultiert die xy-Auflösung aus dem Strahldurchmesser in Kombination mit dem mechanisch kleinstmöglichen Verfahrweg (Scannerauflösung). Vergleichbar ist dies mit dem Zusammenspiel von Düsengröße und Schrittweite in Strangablegeverfahren wie Fused Filament Fabrication (FFF).


Kombiniert ergeben die beiden Auflösungstypen die kleinsten Inkremente, die die jeweilige Technologie innerhalb einer Schicht abbilden kann: die so genannten Voxel (Volumenelemente).




Wie sieht das in der Realität aus?

Ein 3D gedrucktes Bauteil mit besonders hoher Auflösung aus einem harzbasierten Verfahren
A wie Auflösung im 3D-Druck-ABC: Harzbasierte Verfahren wie die PµSL-Technologie der Firma Boston Micro Fabrication sind hier besonders stark!

Im Falle der hier dargestellten Fotografie lautet die klare Antwort auf die Frage zur Auflösung: Eine microArch™ S140 von Boston Micro Fabrication – BMF ermöglicht in seiner PµSL-Technologie eine xy-Auflösung von 10 µm (andere Modelle wie die microArch S130 liefern in der Ebene sogar eine Auflösung von 2 µm). Die minimale Schichtdicke von 10 µm konnten wir hier an der S140 dank des offenen Systems sogar auf gerade einmal 5 µm reduzieren. So gelingt mühelos auch ein M0,6-Gewinde. 😊


Verstanden! Was gibt es sonst noch zu beachten?

Im 3D-Druck endet die Reise beim Thema Auflösung jedoch nicht bei der gewählten Anlage. Hier kommt es auch auf die fertigungsgerechte Konstruktion des Modells an. Und wenn Sie sich für ein bestimmtes Resin interessieren, wird Ihnen im Datenblatt auffallen, dass dort gelegentlich eine materialspezifische Auflösung genannt wird. 🤯 Woran liegt das und wie bringen Sie diese vielen Parameter am besten in Einklang? Wie gehen Sie an das Thema Auflösung bei anderen Technologien wie FFF heran? Wir nehmen Sie gerne an die Hand und vermitteln Ihnen individuell auf Sie zugeschnitten unser geballtes 3D-Druck-Wissen. Schauen Sie hierzu unbedingt in unserer Akademie vorbei und nehmen Sie Kontakt zu uns auf!


Phone: +49 911 - 8 911 911 0 Email: info@dreigeist.com



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